TTFachhochschule Frankfurt am Main / University of Applied Sciences
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Die Anwendung von Pavement Management Systemen im innerstädtischen Bereich

3. Preis im Fachbereich Bauingenieurwesen

Förderpreis des hessischen Baugewerbes 2005

Bearbeitet von Moritz Peterhänsel

Betreut von Prof. Dr.-Ing. Udo Hinterwäller und Prof. Dipl.-Ing. Gunnar Santowski

 

Aufgabenstellung
Das bundesdeutsche Verkehrswegenetz stellt ein immenses Anlagevermögen dar, welches permanenter Investitionen auch im Bereich der Straßenerhaltung bedarf. Für den Bereich der Bundesfernstraßen wird seit über zehn Jahren eine systematische Straßenerhaltung auf Grundlage einer Zustandserfassung und –bewertung (ZEB) durchgeführt. Hieraus werden Erhaltungsstrategien abgeleitet. Diese überaus umfangreichen und komplexen Zusammenhänge sind nur noch rechnergestützt zu bewältigen und wurden zu dem sog. Pavement Management System (PMS) weiterentwickelt. Es war eine logische Konsequenz, ähnliche Ansätze und Strategien auch auf Landes-, Kreis- und Kommunenebene einzuführen.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll der aktuelle Stand der Entwicklungen zu diesem Thema aufgezeigt und auf ein konkretes Projekt angewandt werden. Nach kurzer Darstellung der Situation im Bereich der Fernstraßen soll das Pavement Management System der Stadt Frankfurt a.M. detailliert erläutert werden. Auch die Stärken und Schwächen des Systems sind zu beleuchten. So ist z.B. die Umsetzbarkeit des Systems im kommunalen Bereich zu hinterfragen.

Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Umsetzung von Pavement Management Systemen für den Bereich von Städten und Gemeinden, welche hier oftmals erst am Anfang stehen. Im Regelfall handelt es sich um individuelle, auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Systeme, so auch im Fall der Stadt Frankfurt a.M. Wesentlicher Schwerpunkt der Diplomarbeit war damit die intensive Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen des PMS und die Umsetzung vor Ort. Hierzu musste auch die entsprechende Software studiert und bei einer visuellen Zustandserfassung teilgenommen werden. Die Vorgehensweise des PMS der Stadt Frankfurt wird erläutert, auf Schwächen wird hingewiesen. So versagt z.B. die messtechnische Erfassung im Bereich von Gleisanlagen und liefert falsche Ergebnisse. Entsprechende Soft- bzw. Hardware wäre in diesem Fall nachzurüsten. Fazit: Die öffentlichen Haushalte werden ohne optimierte, evtl. auch mehr standardisierte Pavement Management Systeme zukünftig nicht mehr auskommen.