Projekt: “Elektrooptische Messsysteme zur Ermittlung von Rauheitsparametern“
Die Oberflächentextur von Bodenbelägen ist die primäre Eigenschaft, von der sekundäre Eigenschaften wie Rutschhemmung und Gleitwiderstand abhängen. Sie lässt sich durch die Art und Form der Gesteinskörnung, die Betonzusammensetzung, das Herstellverfahren und durch die eventuell nachfolgende Oberflächenbearbeitung steuern.
Ungeklärt ist, wie sich die so erzielte Makro- und Mikrorauheit auf die sekundären Eigenschaften auswirken. Für Betonwarenhersteller wären Rauheitsparameter hilfreich, aus denen sich die genannten sekundären Eigenschaften ableiten lassen. Bei der Instandsetzung von Betonoberflächen erfolgt die Bestimmung der Rautiefe üblicherweise mit dem Sandflächenverfahren. Nachteilig ist hierbei die Beschränkung auf horizontale oder schwach geneigte Flächen und auf Profiltiefen im Bereich von 0,25 bis 5 mm. Hinzu kommt ein starker Laboranteneinfluss sowie die fehlende Möglichkeit, weitere Texturmerkmale zu bewerten.
Daher werden bei dem vorliegenden Forschungsprojekt zwei hochauflösende elektro-optische Rauheitsmessverfahren verwendet, die mobil sowohl an horizontalen als auch an vertikalen Flächen einsetzbar sind und zu reproduzierbaren, vom Prüfer unabhängigen Ergebnissen führen. Während mittels Laser-Triangulation 2-D-Rauheitsprofile erfasst werden, können mit der Streifenlichtprojektion Objektoberflächen in einem Arbeitsgang dreidimensional vermessen werden. Beide Verfahren ermöglichen die Bestimmung zahlreicher Rauheitskenngrößen und liefern sowohl untereinander als auch mit anderen Gebrauchseigenschaften (z.B. Rutschhemmung) korrelierende Ergebnisse.
Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Rolf-Rainer Schulz
rrschulz@fb1.fh-frankfurt.de