Untersuchungen zur Rohwasseraufbereitung an einer Turbo-MPE-Anlage
Diplomarbeit im Sommersemester 2010
Bearbeitet von: Christian Kellmann
Betreut durch: Prof. Dr. Monika Horster, Fachhochschule Frankfurt am Main
Korreferent: Herr Dipl.-Ing. TU Rajko Hentschel Verfahrenstechnische Abteilung Passavant Roediger GmbH
Noch vor der Nutzung von Wasser aus Brunnen, wurde Oberflächenwasser als Trinkwasser oder zum Betrieb von primitiven Prozessen verwendet. Schrittweise erhöhte sich jedoch mit den Jahren der Anspruch an Trink- und Prozesswasser. Hieraus resultierten im Bereich der Oberflächenwasseraufbereitung Anlagen mit teilweise gigantischen Ausmaßen. Diese konventionellen Anlagen bestehen je nach Anforderung aus einer Siebung, einer Flockung, einer Filterstufe und einer Desinfektion. Ziel der bei der Passavant-Roediger GmbH entwickelten Anlage TURBO-MPE ist es, konventionelle Techniken der Oberflächenwasseraufbereitung mit der Technik der Ultrafiltration zu kombinieren. Die angestrebten Anlagen sollen dadurch sowohl in ihrer Größe als auch in ihrem Energieeintrag und ihrem Prozessmittelverbrauch, wirtschaftlicher sein, als dies heute bei konventionellen Anlagen möglich ist.

- Gesamte Versuchsanlage

- Membranarmaturen

- Saubere Membran

- Membran Nahaufnahme
Ultrafiltrationsmembrane lassen sich mittlerweile in vielen Bereichen der Pharmazie und Chemie finden und auch die Nutzung zur Aufbereitung von Wasser ist hier nichts Neues. Neu ist hingegen der Versuch eine Ultrafiltration ohne hinreichende Vorreinigungen zu nutzen und eine gleichbleibend hohe Ablaufqualität und Quantität zu erhalten, unabhängig von der Qualität des Rohwassers.
Gegenstand dieser Arbeit ist die Inbetriebnahme und die Analytik der entwickelten Membrananlage zur Aufbereitung von Oberflächenwasser. Während der 8 wöchigen Testläufe wurde ein halbautomatischer stabiler Betrieb etabliert. Jedoch zeigte sich, dass neben den vorgesehenen kurzen Reinigungsintervallen mit Rückspülung und Luftspülung weitreichende intensivere Reinigungsschritte in größeren Abständen zusätzlich von Nöten waren um einen stabilen Betrieb aufrecht zu erhalten. Insbesondere im Bezug auf die Verlängerung der Intervalle dieser intensiven Reinigung liefert diese Arbeit Anhaltspunkte. Auch für den Aufbau einer Anlage im großen Maßstab wurden wertvolle Erkenntnisse über die Reinigung, Flockung und die Qualität des Ablaufs bei der Aufbereitung für diesen speziellen Anlagentyp gesammelt.