TTFachhochschule Frankfurt am Main / University of Applied Sciences
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Abb. 1: Chinesische und deutsche Teilnehmer mit Betreuern
Abb.2: Beim Programmieren
Abb.3: Besprechung zur Entsendung chinesischer Studierender an die FH Frankfurt a.M.

Kurzportrait

Programmierpraktikum 2010 in China

Nach der Rückkehr mit 12 Studierenden vom Programmierpraktikum in China konnten die Organisatoren aufatmen: alles hat bestens geklappt und alle sind gesund zurück. Zweieinhalb Wochen in China abseits der Touristenströme sind trotz großartiger Unterstützung durch unsere chinesischen Partner sowie durch das Akademische Auslandsamt und die Abteilung Finanzen der FH Frankfurt a.M. immer noch ein kleines Abenteuer.

Das chinesisch-deutsche Programmierpraktikum des Fachbereichs 2 wurde im 4. Quartal 2010 bei unseren Partnern der Henan Normal University (HNU) in Xinxiang durchgeführt. Je zwei deutsche Studierende und zwei chinesische Studierende bildeten ein Team zur Lösung von kleinen Programmierprojekten. Die gemeinsame Sprache war Englisch.Das Praktikum dauerte eine Woche und begann bei einer feierlichen Eröffnungssitzung am Sonntagnachmittag mit Reden des Parteisekretärs und des Dekans der HNU sowie von Prof. Güsmann. Gegenseitiges Vorstellen der Studierenden folgte und anschließend wurden die Aufgaben für das chinesisch-deutsche Programmierpraktikum aus den Bereichen Socketprogrammierung, Visualisierung von Sortieralgorithmen und Risk Management präsentiert.

Aufgrund unterschiedlicher Arbeitsweisen der deutschen und chinesischen Studierenden musste zunächst einmal eine Basis für die Zusammenarbeit in den Teams gefunden werden. Dieser Teil war als Erfahrung für den künftigen Berufmindestens ebenso wichtig wie die Fachkenntnisse zum Programmieren. Das Zusammenfinden war anfänglich durchaus schwierig, hat aber bald sehr gut funktioniert. In der anschließend in Deutschland durchgeführten Evaluation des Praktikums wurde Bedauern darüber ausgedrückt, dass der Aufenthalt zu kurz war, wo man sich doch gerade so gut kennen gelernt hatte.

Die Programmierarbeiten wurden morgens begleitet durch eine Einführung in die chinesische Sprache und Kultur.

Die begleitenden Professoren führten parallel zu den Projektarbeiten Gespräche über die Entsendung von Studierenden der HNU zum Informatik-Masterstudiengang des Fachbereichs 2. Prof. Falkenberg stellte in einem Abendvortrag das Masterstudium und Campusleben an der FH Frankfurt a.M. vor. Ein mit Unterstützung unseres Akademischen Auslandsamtes vorbereitetes Papier zum weiteren Vorgehen wurde von den Präsidenten der HNU und der FH Frankfurt a.M. unterzeichnet.

Die verbleibende Zeit in China war mit Exkursionen ausgefüllt. In Xinxiang wurde die Fabrik Golden Dragon Precise Copper Tube Group Inc. besucht, welche ca. 60% des chinesischen Marktes für Kupferrohre in Klimaanlagen, Kühlschränken u.ä. abdeckt und damit auch im Export nach Europa und USA vertreten ist. Sie wirbt u.a. damit, Testgeräte aus Deutschland einzusetzen. Weitere Ziele von Xinxiang aus waren das Shaolin-Kloster in Dengfeng (Teil des UNESCO Weltkulturerbe „Centre of Heaven and Earth”) und das Henan Museum, welches als eines der 3 wichtigsten Museen Chinas überregional bekannt ist und auf gleicher Ebene genannt wird wie das Shanghai Museum und das Shaanxi History Museum. Landschaftlicher Höhepunkt war die Wanderung im Naturpark Yuntai Mountain, welcher 2004 den Titel „World Geologic Park der UNESCO“ erhielt. Große Schluchten und Wasserfälle mit einer Höhe bis zu 314 Metern waren zu sehen.

Von Peking aus führten Exkursionen an die Chinesische Mauer und zu den Ming-Gräbern. Beeindruckend der Besuch der Stadt Tianjin mit dem abendlichen Spaziergang am Hai-He-Fluss und den illuminierten Häusern am Ufer. Die Bahnfahrt dorthin mit 340 km/h und ein Blick auf Felder, auf denen Bauern den Pflug mit einem Esel ziehen, zeigten die Schere beim Lebensstandard zwischen der Landbevölkerung und dem städtischen Mittelstand.

Diese Exkursion wurde gefördert durch den DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und aus Mitteln der FH Frankfurt a.M.

Prof. Dr. Bernd Güsmann, Fachbereich 2