Fachhochschule Frankfurt am Main / University of Applied Sciences
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Aktuelles Forschungsprojekt:

Genderspezifische Verhandlungskompetenz und ihre Auswirkungen auf Vergütungs- und Aufstiegsverhandlungen - gemeinsam mit Prof. Dr. Martina Voigt, gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, in Kooperation mit BPW Germany (Business and Professional Women -Germany e.V.) und ULA - Deutscher Führungskräfte Verband.

Kurzdarstellung des Forschungsvorhabens:

Genderspezifische Verhandlungskompetenz und ihre Auswirkungen auf Gehalts- und Aufstiegsverhandlungen

Ausgangspunkt und Forschungsfrage

Ausgangspunkt des Projektes sind die seit Jahrzehnten stabilen Befunde, dass in Deutschland Frauen in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert sind und im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen einen deutlichen Einkommensnachteil zu verzeichnen haben. Im Rahmen des Projektes erforscht werden soll, ob und inwieweit genderspezifische Verhandlungskompetenzen unterschiedliche Karriere- und Gehaltsentwicklungen von Frauen und Männern zumindest teilweise erklären können. Zur Generierung von Hypothesen werden vor allem die Erklärungsansätze für Geschlechterdifferenzen im Kommunikationsverhalten aufgegriffen und für die Kommunikationsform der Verhandlung spezifiziert.

Projektbeschreibung.pdf 
Project Description.pdf 

 

 

Die Ergebnisse der Studie sind veröffentlicht unter dem Titel: GEHALT UND AUFSTIEG . Mythen - Fakten - Modelle erfolgreichen Verhandelns, Aachen 2009, mehr

siehe auch:  www.shaker.de

GEHALT UND AUFSTIEG . Mythen - Fakten - Modelle erfolgreichen Verhandelns

Methodisches Design

Das methodische Design der Studie setzt auf einen Methodenmix aus schriftlicher Befragung und Experiment und weist sowohl eine quantitative als auch eine qualitative Komponente auf. Die schriftliche Befragung richtet sich an weibliche und männliche Führungskräfte sowie an Personalverantwortliche. Somit werden nicht nur die Selbstbeschreibungen weiblicher und männlicher Führungskräfte im Hinblick auf ihr Verhandlungsverhalten erhoben, sondern auch die Fremdeinschätzung von Personen, die regelmäßig Gehalts- und Aufstiegsverhandlungen mit Führungskräften führen. Außerdem werden Rollenspiele mit Studierenden verschiedener Studiengänge durchgeführt und im Hinblick auf geschlechtsspezifische Unterschiede der Verhandlungsführung und des Verhandlungsergebnisse ausgewertet.

Forschungsziel

Aufbauend auf den empirischen Ergebnissen sollen praktische Vorschläge entwickelt werden, die u. a. auf das Empowerment weiblicher Führungskräfte, die Motivation weiblicher Nachwuchskräfte und die Sensibilisierung von Personalverantwortlichen für

Gender-Aspekte zielen. Auf diesem Wege soll ein Beitrag zum Abbau von Benachteiligung aufgrund des Geschlechts geleistet werden. Ganz generell wird die Untersuchung empirische Ergebnisse dazu liefern, welche Verhandlungsstrategien im Hinblick auf Gehalt und Karriere besonders Erfolg versprechend sind - was sowohl für Frauen als auch für Männer von großem Interesse sein dürfte.

Kooperationspartner

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit BPW Germany (Business and Professional Women – Germany e.V.) und ULA - Deutscher Führungskräfteverband durchgeführt.

Finanzierung

Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) gefördert.

Laufzeit

1. April 2006 - 30. September 2007

Qualifikation der Wissenschaftlerinnen

Prof. Dr. Andrea Ruppert war nach dem Zweiten Juristischen Staatsexamen von 1994 bis 1997 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Privatrecht, Verfahrens-recht und Rechtsvergleichung der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main tätig und hat dort über das Thema „Lauterkeitsrechtliche Beurteilung der DRTV-Werbung unter besonderer Berücksichtigung des Teleshopping" promoviert.

Von 1997 bis 1999 arbeitete sie als Rechtsanwältin in einer international ausgerichteten Wirtschaftskanzlei in Frankfurt am Main. Von dort wechselte sie in die Abteilung Unter-nehmensentwicklung und Recht der Deutschen Amphibolin-Werke von Robert Murjahn GmbH & Co KG, wo sie bis Ende 2002 - zuletzt als Abteilungsleiterin - tätig war.

Seit 01.01.2003 ist sie Professorin an der Fachhochschule in Frankfurt am Main. Sie lehrt vornehmlich in den Studiengängen Wirtschaftsrecht (Diplom/Bachelor) und Ver-handeln und Gestalten von Verträgen (Master of Laws (LL.M)). Ihr Fachgebiet ist das Wirtschaftsprivatrecht mit Schwerpunkten im Vertrags-, Handels- und Gesellschafts-recht sowie im Wettbewerbs- und Kartellrecht. In diesem Zusammenhang hat sie Lehrveranstaltungen zum Verhandeln und Gestalten von Verträgen durchgeführt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Unternehmensnachfolge sowie Vertragsgestaltung.

Prof. Dr. Martina Voigt hat zwischen 1989 und 1994 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwirtschaft, der Universi-tät Bamberg gearbeitet und zum Thema „Unternehmerinnen und Unternehmenserfolg. Geschlechtsspezifische Besonderheiten bei Gründung und Führung von Unternehmen" promoviert.

Zwischen 1994 und 1996 war Martina Voigt für den Bereich Personalentwicklung und Weiterbildung bei der LEADER GmbH verantwortlich. Von 12/1996 bis 1/1998 war sie Professorin für Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften an der FH Lübeck.

Seit 2/1998 ist sie Professorin an der FH Frankfurt am Main und hier für das Fachgebiet Soziale und kommunikative Schlüsselqualifikationen zuständig. In diesem Kontext hat sie u.a. zahlreiche Konzepte für Lehrveranstaltungen zur Vermittlung von Kommunikati-ons-, Verhandlungs- und Konfliktbewältigungskompetenz für unterschiedliche Studiengänge entwickelt. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Kompetenzentwicklung verschiedener Zielgruppen, insb. im Bereich der Schlüsselkompetenzen.