Computergestützte Politikberatung von Kommunen
Gerade für die Kommunen stellt der demografische Wandel eine bedeutende Herausforderung für ihre Entwicklung dar. Kommunen sind über einwohnerbezogene Finanzzuweisungssysteme abhängig von ihren Menschen. Gleichzeitig halten sie die Mehrzahl der infrastrukturellen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen für die Menschen vor. Angesichts einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung kommen somit zahlreiche Probleme auf die Gemeinden zu. Doch häufig ist den Städten und Gemeinden gar nicht bekannt, wie sich die Bevölkerungszahl und die Altersstruktur künftig entwickeln werden.
Die computergestützte Politikberatung von Kommunen des Forschungszentrums Demografischer Wandel (FZDW) und des Instituts für Neue Medien Frankfurt (INM) begann am Beispiel einer Kleinstadt im Landkreis Offenbach und zielte darauf ab, auf der Grundlage eines Modells und mithilfe der Simulationssoftware OKSIMO, die Bevölkerungszahl und -struktur in der Kommune zu prognostizieren. Als Datengrundlage für die Modellentwicklung dienten hierbei die Bevölkerungsdaten des Statistischen Landesamts, die in einem ersten Schritt auch für den Modelltest herangezogen wurden. So wurde der Versuch unternommen, auf der Basis von Bevölkerungsdaten aus den Jahren 1997 und 2002 die Bevölkerungszahl und Altersstruktur im Jahre 2007 zu prognostizieren. Da dieses Unterfangen gelang, konnte das Bevölkerungsmodell als tauglich für eine Prognose bis zum Jahr 2025 erachtet werden. Im Ergebnis zeigte sich eine deutliche Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung in der untersuchten Stadt. Eine Vorausberechnung der Entwicklung der Bevölkerungszahl und Bevölkerungsstruktur ist problemlos für jede Kommune möglich.
Das Angebot zielt darauf ab, die Bevölkerungsentwicklung in der entsprechenden Kommune mithilfe der OKSIMO-Software zu modellieren und im Rahmen eines Berichts zu dokumentieren. Um eine fundierte Vorausberechnung der Bevölkerungsentwicklung vornehmen zu können, ist es zunächst notwendig, ein Modell zu spezifizieren. Zu diesem Zweck werden Daten zu den drei zentralen Einflussgrößen der Bevölkerungsentwicklung - namentlich Geburten, Sterbefälle und Wanderungen - benötigt. Auf der Grundlage von historischen Daten zu diesen drei genannten Faktoren aus dem Jahre 2000 soll die Bevölkerungszahl und -struktur der betreffenden Kommune im Jahr 2010 vorausberechnet werden. Die Ergebnisse, die das Modell liefert, können in der Folge mit den "realen" Bevölkerungsdaten verglichen wird. Sobald eine gute Anpassung des Modells an die tatsächlichen Daten vorliegt, kann in der Folge die Vorausberechnung der Bevölkerungszahl und -struktur vorgenommen werden. Es erfolgt also zunächst eine Validierung des Modells auf der Grundlage von historischen Bevölkerungsdaten.
Die computergestützte Politikberatung einer Kommune beinhaltet die folgenden Aspekte:
- Die Beschaffung der Daten durch das entsprechende Landesamt für Statistik zur Fortschreibung des Bevölkerungsbestandes und zu den Wanderungen für die entsprechende Kommune
- Die Validierung und Anpassung des Modells mit einer Simulation der Bevölkerungsentwicklung von 2000 bis 2010
- Die Vorausberechnung der Bevölkerungsentwicklung (Bevölkerungszahl und Bevölkerungsstruktur) in der betreffenden Kommune bis zum Jahr 2015, 2020, 2025 und 2030
- Die Vorausberechnung der Bevölkerungsentwicklung (Bevölkerungszahl und Bevölkerungsstruktur) in der betreffenden Kommune bis zum Jahr 2015, 2020, 2025 und 2030 (mit Variation einer der drei Einflussgrößen; hier kann die Kommune entscheiden, welche Größe in welchem Umfang variieren soll)
- Die Präsentation der Ergebnisse in der betreffende Kommune
- Die Anfertigung einer Power Point-Präsentation mit den zentralen Ergebnissen für die Kommune
- Die Darstellung der Ergebnisse in Form eines gut lesbaren Ergebnisberichts (ca. 15 Seiten inkl. Tabellen und Abbildungen)
Kontakt:
Prof. Dr. Gerd Doeben-Henisch
Telefon: 069 / 1533-2593
doeben@fb2.fh-frankfurt.de
Sven Stadtmüller
Telefon: 069 / 1533-3187
svenstad@fzdw.fh-frankfurt.de