Sozialberichterstattung, Sozialraumanalysen, Sozialforschung
Wie stellen sich die Lebensbedingungen der Bevölkerung einer Kommune dar? Wie lässt sich die Lebenssituation einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, z.B. von Migranten, Jugendlichen oder Senioren, charakterisieren? Welche räumlichen oder sozialen Dienstleistungsangebote sind der Bevölkerung bekannt? Welcher Personenkreis nutzt diese Angebote mehrheitlich? Und aus welchen Gründen spricht das Angebot andere Bevölkerungsgruppen wiederum gar nicht an? Mit diesen oder vergleichbaren Fragen sehen sich Kommunen, Vereine oder Verbände häufig konfrontiert. Das FZDW ermöglicht mit seinem Instrumentarium der Sozialberichtersttatung, der Sozialraumanalyse und der empirischen Sozialforschung die Beantwortung eben dieser Fragen.
Die Sozialberichterstattung zielt darauf ab, die Lebensbedingungen der Bevölkerung oder von bestimmten Bevölkerungsgruppen in einem bestimmten Gebiet abzubilden (Monitoring). Die Sozialraumanalyse ist eine verwandte Methode, die häufig dazu benutzt wird, städtische Teilgebiete (Stadttteile) hinsichtlich ihrer Entwicklung zu analysieren, um so eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Im Zuge der Sozialraumanalyse kommen auch raumspezifische Veränderungen, Ressourcen und Potenziale, aber auch Problemlagen und Unterversorgungen zum Vorschein. Die empirische Sozialforschung beinhaltet schließlich ein breites Methodenspektrum zur Durchführung von Bevölkerungsumfragen. Das FZDW ist mit der Anwendung all dieser Instrumente vertraut und dazu in der Lage, ein für Ihre Bedürfnisse passgenaues Forschungsdesign zu entwickeln.
Zur Beantwortung der eingangs formulierten, beispielhaften Fragestellungen präferiert das FZDW eine Analyse auf der Grundlage des Mikrozensus. Der Mikrozensus ist eine amtliche Bevölkerungsumfrage, die seit 1957 jährlich durchgeführt wird. Bei ihm handelt es sich um eine Zufallsstichprobe von 1% aller bundesdeutschen Haushalte (ca. 800.000 Personen). Im Rahmen dieser Befragung werden sehr detaillierte Daten zu den Lebensbedingungen und der Lebensqualität der Haushalte erhoben (hier finden Sie eine Kurzdarstellung der im Mikrozensus vorhandenen Erhebungsmerkmale). Auf der Grundlage des Mikrozensus kann somit eine vollständige Sozialberichterstattung für eine größere Gebietseinheit (z. B. kreisfreie Städte, Landkreise) erfolgen. Zudem ist es möglich, die Ergebnisse mit anderen Gebietseinheiten (z. B. anderen Landkreisen oder dem Bundesland) zu vergleichen und im Zeitverlauf (z. B. die letzten 5 Jahre) zu betrachten. Aktuell stammen die jüngsten Daten des Mikrozensus, die zur Analyse herangezogen werden können, aus dem Jahre 2009.
Eine Analyse auf der Grundlage des Mikrozensus umfasst:
- Die Analyse einer Querschnitterhebung (z.B. des Jahres 2009)
- Die Erstellung eines gut lesbaren Ergebnisberichts (ca. 20 Seiten, inkl. Tabellen und Abbildungen)
- Die Erstellung einer Power Point-Präsentation mit den zentralen Ergebnissen der Analyse
Weist der Mikrozensus für die interessierende Gebietseinheit zu wenige Fälle auf oder ist das inhaltliche Interesse des Auftraggebers nicht mit dem Erhebungsprogramm des Mikrozensus abbildbar, so besteht die Möglichkeit, auf der Basis einer repräsentativen Primärerhebung (Befragung) an die relevanten Informationen zu gelangen. Als eine qualitativ hochwertige und zugleich kostengünstige Befragungsform hat sich das FZDW auf postalische Befragungen spezialisiert. Hierfür ist es vorgesehen, an insgesamt 2.000 zufällig ausgewählte Personen im Untersuchungsgebiet einen Fragebogen zu verschicken. Im Idealfall wird hierbei aus dem Datenbestand des Einwohnermeldeamtes eine Zufallsstichprobe gezogen. Gestaltet sich dies als problematisch oder zu kostenintensiv, so kann die zufällige Auswahl von Haushalten auch auf der Grundlage des aktuellen Telefonbuchs erfolgen. Innerhalb des angeschriebenen Haushaltes wird dann eine Person zufällig ausgewählt, die gebeten wird, den Fragebogen zu beantworten. Greift man auf spezielle Verfahren zur Erhöhung der Rücklaufquote zurück, die sich in der Forschung etabliert haben, so dürfte eine Rücklaufquote von 40-50% möglich sein.
Eine Analyse auf der Grundlage einer Befragung umfasst:
- Die Durchführung einer repräsentativen, schriftlichen Befragung von ca. 2.000 Haushalten bzw. Personen
- Die Konzeption eines Fragebogens in enger Kooperation mit dem Auftraggeber
- Die Erstellung eines gut lesbaren Ergebnisberichts (ca. 40-50 Seiten, inkl. Tabellen und Abbildungen)
- Die Erstellung einer Power Point-Präsentation mit den zentralen Ergebnissen der Analyse
- Die Formulierung von Handlungsempfehlungen
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Klocke
Telefon: 069 / 1533-2188
aklocke@fzdw.fh-frankfurt.de
Sven Stadtmüller
Telefon: 069 / 1533-3187
svenstad@fzdw.fh-frankfurt.de