Trauma im Alter (TIA)

Das Forschungsprojekt Trauma im Alter (TIA) untersucht die Spätfolgen früher Traumatisierungen durch Krieg und Verfolgung. Das Projekt ist dem Fachbereich 4 Soziale Arbeit und Gesundheit (Fb4) an der Fachhochschule Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Forschungszentrum Demografischer Wandel (FZDW) angegliedert und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
Hintergrund des ProjektesViele alte Menschen leiden bis heute unter Erinnerungen an Krieg, Gewalt und Verfolgung während des Nationalsozialismus. Allein in Deutschland gelten ca. 5% aller heute über 65-jährigen Deutschen als traumatisiert: Sie leiden unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Diese Erlebnisse brechen besonders im höheren Alter erneut auf.
ZielgruppeDie Zielgruppe der Forschungsarbeit des Projekts sind Frauen und Männer der Geburtsjahrgänge 1930-1945 aus Deutschland und anderen europäischen Herkunftsländern, die in frühester Kindheit Nationalsozialismus, Krieg und Verfolgung erlebt haben.
ProjektzieleVor diesem Hintergrund werden im Projekt Erkenntnisse über die Auswirkungen und die lebensgeschichtliche Bewältigung früher Traumatisierungen gewonnen. Dafür wird ein differenz-sensitives Traumakonzept entwickelt, das die Verschiedenartigkeit der einzelnen Traumata berücksichtigt. Die so erlangten Erkenntnisse werden in der Aus- und Weiterbildung der sozialen Arbeit und Pflege umgesetzt und dienen zur Unterstützung individueller Traumabearbeitung. Schließlich werden wissenschaftliche Tagungen, Workshops und Gesprächsgruppen durch das Forschungsprojekt organisiert. |
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